AMISAR Munich Biohealth
12. Dezember 2018

Grünkohl – Winterlicher Gemüsefavorit

Wer seinem Körper gerade im Winter etwas Gutes tun will, der sollte viel Grünkohl essen. Grünkohl gilt gemeinhin nicht als kulinarisches Highlight. Aber schon die Römer schätzten den ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet stammenden Kohl als Heilpflanze. So lässt sich das Wohlbefinden auf natürliche Weise fördern. Als Pharmaunternehmen für rezeptfreie Gesundheitsprodukte aus der Apotheke informieren wir Sie mit unseren News-Artikeln rund um die Themen „Körper“, „Geist“ und „Die Kraft der Natur“.

Unbekannte Heilpflanze – Superfood Grünkohl

Grünkohl ist reich an Ballaststoffen. Er hilft daher nicht nur bei Verdauungsbeschwerden, sondern senkt auch den Blutzuckerspiegel oder die Blutfettwerte. Sein hoher Kaliumgehalt wirkt sich positiv auf den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System aus und stärkt zusammen mit Calcium Knochen und Muskulatur. Dank seiner einzigartigen Nährstoffzusammensetzung ist Grünkohl unter den Top Ten der besonders gesunden Nahrungsmittel zu finden. Forscher der Heidelberger Universität und der Deutschen Krebsgesellschaft schreiben bestimmten Nährstoffen im Grünkohl sogar eine krebshemmende Wirkung zu.

Reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen

Bereits 50 Gramm roher Grünkohl decken den Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen. Grünkohl enthält doppelt so viel Calcium wie Milch. Mit 105 bis 150 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm sowie einem hohen Gehalt an Vitamin E, A, B6 und K gehört er zu den vitaminreichsten Lebensmitteln überhaupt. Damit ist Grünkohl besonders im Winter ein wertvolles Nahrungsmittel, das unser Immunsystem stärkt. Er enthält viel Kalium und Betacarotin und ist mit 4,5 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm ein guter Eiweißlieferant. Tatsächlich enthält Grünkohl sogar mehr Eisen als Rindfleisch. Das macht ihn zu einem wichtigen Nährstofflieferanten bei fleischloser Ernährung.

Strebergemüse: Grünkohl ist fast überall Klassenbester

Für sein dunkles Grün ist der hohe Anteil an Chlorophyll verantwortlich. Grünkohlblätter beinhalten sogar mehr Chlorophyll als Petersilie oder Brennnessel. Grünkohl liegt hier mit über 230 Milligramm pro 100 Gramm ganz oben im Ranking. Chlorophyll soll antioxidativ und entgiftend wirken: Es bindet Schwermetalle oder giftige Dioxine und erleichtert so ihren Abtransport aus dem Körper.

Fressfeinde und Krebs abwehren

Grünkohl enthält über 45 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, von denen einige entzündungshemmend, blutdrucksenkend oder sogar vermutlich krebshemmend wirken. Für seine speziellen Senföle interessiert sich die medizinische Forschung besonders. Sie beeinflussen die Zellteilung und wirken vermutlich gegen Tumorstammzellen. Eigentlich dienen Senföle der Pflanze zur Abwehr von Fressfeinden. Sie sind für einen scharfen, gelegentlich leicht bitteren Geschmack sowie den stechenden Geruch von Grünkohl verantwortlich.

Kulinarisch vernachlässigt und oft grob behandelt

In der Küche des europäischen Nordens ist Grünkohl sehr beliebt – anders als in Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz. Dort wird Grünkohl tendenziell eher als Tierfutter genutzt. Am gesündesten ist Grünkohl zweifellos roh genossen. So bleiben viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Denn das traditionell lange Kochen zerstört viele wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel das Vitamin C.

Für Traditionsgerichte wie der in Bremen beliebte „Grünkohl mit Pinkel“ wird der Grünkohl 45 Minuten oder länger gekocht. Viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitamin C sind allerdings hitzeempfindlich. Auch werden viele Vitamine und Nährstoffe mit dem Kochwasser ausgeschwemmt. Andere Zubereitungsweisen wie Garen in Wok oder Dampfgarer gehen schonender mit den wertvollen Nährstoffen des Grünkohls um: 80 Prozent der Vitamine bleiben so erhalten. Den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen des Kohls kann jedoch auch eine Stunde Kochen kaum etwas anhaben.

Mehr Informationen zum natürlichen Superfood Safran und Heidelbeere finden Sie in unserem Blog-Bereich.

Grünkohl-Smoothie für Anfänger:

  • 1 Blatt Grünkohl ohne Stiel
  • 1 Mango
  • 1 Orange
  • ½ Zitrone

Grünkohlblatt von Strunk und Stiel befreien und klein schneiden. Mango und Orange schälen und klein schneiden. Alles zusammen mit dem Saft einer halben Zitrone etwa zwei Minuten im Mixer pürieren.

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